Andreas-Hofer-Feier in Ehrenburg: Kein Verzicht auf historische Ortsnamen wegen eines vermeintlichen Profits

Veröffentlicht: Februar 21, 2017 in Gemeinde, Heldengedenkfeier, Toponomastik

EHRENBURG – Am Sonntag, den 19. Februar 2017, fand in Ehrenburg die Andreas-Hofer-Feier statt. Der Präsident des Südtiroler Alpenvereins Georg Simeoni hielt in seiner Ansprache fest, dass die Gedenkfeier nicht nur Andreas Hofer und seinen Mitstreitern in den Freiheitskämpfen von 1809 gedenken soll, sondern auch jenen Frauen und Männer, die im Laufe der langen Geschichte für unserer Tiroler Heimat ihr Leben gelassen haben bzw. Leiden ertragen mussten.

 

Zugleich aber sei die Feier auch bestens geeignet, um jenen Menschen, die heute noch die Werte und Ideale des Tirolertums verteidigen und einfordern, die Solidarität und Unterstützung unter Beweis zu stellen: „Wenn ich zum Beispiel sage, ich bin ein Tiroler, aber nicht bereit bin, dies in allen Lebenslagen auch zu bezeugen, weil ich unter Umständen bei einem oder anderem einen Nachteil haben könnte, so ist mein Tirolertum nur ein Wort. Genauso kann es nicht sein, dass ich auf die gewachsenen Ortsnamen verzichte oder wegen eines vermeintlichen Profits in touristischer wie wirtschaftlicher Hinsicht mich mit Italianismen oder Anglizismen anbiedere!“

Hauptmann Juri Oberlechner erinnerte in seinem Vorwort, dass vor genau 100 Jahren die Tiroler Vorfahren an der Dolomitenfront in Fels und Eis die Heimat gegen Italien verteidigten. Und genau 100 Jahre später gedenken die Ehrenburger am Kriegerdenkmal ihren Gefallenen: „Die Opfer wiegen schwer, denn bis heute liegt Südtirol in fremder Hand“, so Oberlechner.


Verschiedene Ehrengäste, unter ihnen Bürgermeister Andreas Falkensteiner und viele Vereins- und Verbandsvorstände sowie die Dorfbevölkerung waren zahlreich erschienen. Umrahmt wurde die Feier vom Männerchor Ehrenburg sowie einer Bläsergruppe der Musikkapelle Kiens.

Pfarrer Michael Bachmann  zelebrierte die Messfeier und mahnte mit treffenden Worten an, den wahren Frieden zu leben und dafür auch einzustehen. Die Losung „Nie wieder Krieg“ sei nach dem Zweiten Weltkrieg nicht gelungen. Es gebe derzeit zu viele Konflikte und Kriege. Wenn das Wort Gottes jedoch umgesetzt würde, könne es Frieden geben. Bachmann gab aber auch zu bedenken, dass gegen Selbstverteidigung niemand etwas dagegen haben könne. „Die Gefallenengedenkfeier ist eine Mahnung gegen Krieg und für den Frieden“ so der Ortspfarrer abschließend.

Mit der Niederlegung eines Kranzes ehrte die Schützenkompanie Ehrenburg die Gefallenen und feuerte eine Ehrensalve ab. Im Anschluss fand eine kleine Stärkung im Schützenheim mit allen Beteiligten statt. Eine Schützenabordnung legte am selben Tag auch in St. Sigmund beim Kriegerdenkmal einen Kranz nieder, das Kiener Kriegerdenkmal wurde mit einem Bukett geschmückt. 

und dafür einzustehen. Die gro-

ße Hoffn ung auf „nie wieder

Krieg“ habe sich nicht erfüllt,

sagte er mit Verweis auf die vie-

len Konflik te und Kriege. „Die

Gefallenen-Gedenkfeier ist eine

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den Frieden“, betonte er.

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Mit der Niederlegung eines

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